Herbst 2008 - Kroatien mit dem Wohnmobil


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26.9.2008
Ca. 16:00 Uhr Abfahrt Richtung Süden über den Bernardino. Erste Rast auf dem Autobahn-Parkplatz Cadenazzo, wo es zum Einstimmen ein Risotto gab. Danach sind wir weiter über Milano, an Verona vorbei, nach Soave gefahren. Unser Ziel war der Stellplatz in Soave. Entweder waren unsere Koordinaten falsch oder der dortige Stellplatz direkt an der Stadtmauer fiel einer Baustelle zum Opfer. Nach kurzer Zeit haben wir allerdings einen offiziellen Stellplatz gefunden, der auch noch ziemlich neu aussah. Ein absolut ebener, kostenloser Platz auf Rasengittersteinen mit V/E und Strom. Koordinaten: N45.42350 E11.24488. SP in Soave
Stadtmauer


27.9.2008
Besichtigung der Altstadt von Soave. Zig Tausende Vögel hausen in den alten Stadtmauern. Die Burgbesichtigung haben wir ausgelassen, da hier Eintritt verlangt wurde und unklar war ob wir mit den Hunden überhaupt rein konnten. Wahrscheinlich ist sowieso nur ein Museum drin. Nach dem die wichitgsten Italienischen Produkte eingekauft waren (Parmesan und ein Brot), sind wir weitergefahren. Richtung Triest, dann über die Slowenische Grenze und quer durchs Land Richtung Rjeka. Noch etwas der Küste entlang und dann über die Brücke zur Insel Krk. Hier wehte so ein starker Wind, dass die Brücke für Wohnwagengespanne gesperrt war. Am anderen Ende der Brücke warteten ca. 50 Gespanne bis die Überfahrt wieder freigegeben wurde. Wir haben uns auf dem Camping Jezevac einquartiert. Hier bleiben wir bis am 29.9.2008 und geniessen die Sonne, besichtigen das malerische Städchen Krk, das sich nur wenige Fussminuten vom Camping befindet. Von hier aus kann man auch wunderbare Velotouren unternehmen. Die Felsen im Meer sind zum Teil scharf wie Messer, was ich schmerzhaft erfahren musste als ich den Fuss "aufschlitzte".
Bucht bei Krk

Brücke zur Insel Krk


30.9.2008
Am früher Nachmittag geht es weiter. Unser Ziel heute: Die berühmten Krka-Wasserfälle. Nach einem kurzen Stück der Küste entlang Richtung Süden biegen wir bei Senj ins Hinterland ab und erreichen nach nach einer langen krufigen Strecke durch die Berge endlich die Autobahn, welche uns rasch in Richtung Süden bringt. Am späten Nachmittag erreichen wir wenige Autominuten nach Skradin das Autocamp Marina. Hier lassen wir den Abend gemütlich beim Grillen ausklingen. Der Herr des Hauses wollte uns noch eine geführte Tour durch den Krka-Nationalpark andrehen. Da diese aber einen längeren Fussmarsch beihaltet hätte, haben wir nicht gebucht.

1.10.2008
Wir sind mit dem Womo zum Parkplatz über dem Skradinski Buk, einem der eindrücklichsten der Wasserfälle gefahren. Von hier sind es zu Fuss ca. 900m auf einem schönen Fussweg hinunter zu den Wasserfällen. Unten angekommen gibt es einen gut ausgebauten Fussweg zum Teil auf Holzstegen rund um die Fälle. Man fühlt sich hier wie im Dschungel. Hier unten kann man noch weitere Attraktionen besichitigen: Eine richtige noch mit Wasser bertriebene Mühle, sowie eine Waschmaschine, die nur mit Wasser (keine drehende Trommel, und kein Strom) funktioniert. Am Abend sind wir nochmals ins Camp Marina zum übernachten gefahren.

Wasserfall Skradinski Buk

Wasserfall Skradinsi Buk

Waschmaschine ohne Strom und Mechanik


2.10.2008
Wir fahren ein grossen Stück weiter auf der Autobahn Richtung Süden. Bei Sestanovac ist die Autobahn zu Ende. Also fahren wir wieder rüber übers Gebirge zur Küste nach Vrulja und dann der Magistrale (so heisst die Küstenstrasse) entlang weiter Richtung Süden. In Tucepi machten wir Rast. Hier direkt am Wasser im Hafen gibt es einen Parkplatz der sich in der Nebensaison auch gut zum übernachten eignen würde. Kiesplatz ohne jegliche Infrastruktur, jedoch direkt an die Promenade mit Restaurants angrenzend. Koordinaten: N43.24278333 E17.07398333.
Weiter südlich, in Drvenik wollten wir uns nach der Fährverbindung zur Insel Korcula erkunden. Allerdings hat das Information-Office geschlossen, und ein Fahrplan war nirgend ersichtlich. Es war auch nicht in Erfahrung zu bringen, ob diese Verbindung um die Jahreszeit überhaupt noch angeboten wird. Also sind wir weiter südwärts gefahren in den nächsten grossen Fährhafen: Ploce. Hier stellten wir fest dass eine Fähre rüber nach Trpanj auf der Halbinsel Peljesac um 19:30 ablegte. So blieb uns noch genug Zeit für einen Spaziergang und ein gemütliches Nachtessen. Etwas seltsam war die Überfahrt auf der offenen Fähre. Denn es war schon stockfinster auf dem Meer. Auf der Fähre, trafen wir ein Deutsches Paar, das ebenfalls mit dem Womo auf der Fähre war. Wir erkundigten uns nach dem Platz den sie übernachten wollten. Sie hatten ein Camp angerufen und quasi ein Begleitfahrzeug vom Fahranleger zum Camp in Trpanj organisiert, welchem wir uns dann anschliessen durften. Das stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus, wie sich am anderen Morgen herausstellte. Die Dame vom Platz ermahnte uns noch, nichts draussen herumliegen zulassen, was in irgendeiner Art essbar sein könnte, da es hier noch wildlebende Schakale habe. Das war ein Spektakel nachts. Überall rund um uns herum häulten die Schakale.
Camp Vrina: Spartanische Sanitäranlagen, aber tadellose Entsorgung über Bodeneinlass. Direkt am Meer mit Palmenstrand. Koordinaten: N 43.00325 E17.28580.

3.10.2008

Strand Trpanj
Wir geniessen den Platz am Palmenstrand und unternehmen später noch eine Velotour in den Ort Trpanj, welcher nebst dem Fähranleger nichts zu bieten hat. Am Abend beginnt es zu regnen und zu stürmen. So beschlossen wir einen Raclette-Abend zu machen. Dabei hat sich erstmals unser Raclette-Öfeli bewährt. Diese Nacht waren die Schakale noch lauter als letzte Nacht. Den Geräusche nach geurteilt, hatten sie wohl in der Nähe eine Katze erwischt.

Camp Vrina, Trpanj


4.10.2008
Das Wetter ist etwas besser: Trocken aber stark bewölkt mit dunklen Regenwolken. So sind wir gegen Mittag los über die Bergkette auf die andere Seite der Halbinsel. Auf dieser Seite war wieder wolkenloser Himmel angesagt. Hier in Orebic mussten wir nicht lange warten bis die Fähre rüber zur Insel Korcula ablegte. Dort angekommen, fuhren wir etwas ziellos herum auf der Suche nach einem schönen Plätzchen. Dabei waren wir in Lumbarda, welches über einen schönen Strand verfügt. Danach ins Städtchen Korcula, welches uns ein wenig eng erschien, weshalb wir gleich weitergefahren sind. Nach einer kurzen Fahrt der Küste entlang sind wir auf einem Camp gelandet und richteten uns für die Nacht ein. Das war mal ein richtig negatives Beispiel eines Platzes. Schreckliche sanitäre Anlagen, auf welche man als Wohnmobillist glücklicherweise nicht angewiesen ist. Wasserfüllen ist erst erlaubt bei enier Mindestaufenthaltsdauer von drei Tagen. So etwas haben wir ja noch gar nie gehört. Da wir müde waren, blieben wir trotzdem die Nacht.

Blick auf Korcula


5.10.2008
Wir haben die in den Reiseführern als Traumbucht beschriebene beschriebene Pupnatska Luka besucht. Die Strasse hinunter zur Bucht ist dieses Jahr neu geteert worden und sehr gut befahrbar. Allerdings eng und sehr steil (um die 20%). Die Bucht ist schön und geschützt gelegen, aber im direkten Vergleich zur Bucht in der der Camp Vrina in Trpanj liegt, ist sie nicht traumhaft.
Wir sind dann weitergefahren bis ns andere Ende der Insel und haben uns dort, etwa 5km nach Vela Luka auf dem Camp Mindel einquartiert. Eine kleine, aber sehr gepflegte Anlage zwischen Oliven- und Fiegenbäumen. Sehr zuvorkommendes Personal. Von hier aus gibt es einige Velowege, die zu Touren einladen. Eingige Badestrände sind in 5 min zu Fuss zu erreichen. Hier bleiben wir einige Tage bei herrlichem Wetter.
Pupnatska Luka
Fähre Vela Luka - Split
Camp Mindel


8.10.2008
Heute ist Feiertag: Unabhängigkeits Tag. Für gute 1000Kuna bringt uns die Fähre (diesmal eine richtig grosse) in etwa 3.5 Stunden von Vela Luka nach Split. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich, da links und rechts immer wieder Inseln und Segelschiffe vorbeiziehen. In Split angekommen, sind wir auf direktem Weg durch die Stadt hindurch Richtung Kastela gefahren, wo wir uns am Strand auf einem Camp niederlassen wollten. Als wir in einer Kneipe nach einem noch geöffneten Camp fragten, erhielten wir zur Antwort, wir sollten doch hier auf dem Parkplatz nächtigen. Heute sei Feiertag und die Polizei arbeite nicht. Da wir ein paar Minuten vorher eine Polizeikontrolle gesehen hatten, glaubten wir ihm das nicht und machten uns auf den Weg nach Trogir, welches wir morgen besuchen wollen. Hier sind wir fündig geworden. Wir haben uns auf dem Camp Seget direkt am Strand eingerichtet.

9.10.2008
Nach guten zwei Kilometer Fussmarsch sind wir in der Altstadt von Trogir angekommen. Hier scheint die Zeit irgendwann im Mittelalter stehengeblieben zu sein. Das Städtchen muss man sich ansehen, wenn man in der Nähe ist.
In der Nähe (ca. 500m) zum Camp Seget befindet sich ein Restaurant (Frankie), welches sehr zu empfehlen ist. Hier waren wir zum Fisch essen, während die Hunde im Womo blieben, was sich am anderen Morgen als gute Entscheidung herausstellte.

10.10.2008
Am Morgen als Tanja die Hunde füttern wollte, stellten wir fest, dass uns gestern Abend Diebe besucht hatten. Die zwei Hundenäpfe aus Chromstahl, sowie die aussen am Womo hängenden Hundeleinen waren verschwunden. Der Tisch, welcher draussen war, war beschädigt. offensichtlich versuchten die Diebe den Tisch zusammenzuklappen, verstanden aber den Mechanismus nicht. Wenn die Hunde nicht im Womo gewesen wären, hätten die wahrscheinlich das Auto ausgeräumt. Ab heute haben beide Hunde fast jeden männlichen Passanten angeknurrt.
Gegen Mittag fuhren wir weiter Richtung Sibenik. Unterwegs wurden die Bordvorräte aufgefüllt und zwei neue Hundenäpfe (ebenfalls Chromstahl) gekauft, welche je ca. 10 Franken kosteten. Also grosse Beute war das gestern nicht.
Nach einer Rundfahrt um die Insel Murter haben wir uns in Spaziergang-Distanz zum Örtchen Betina fanden wir einen schönen Platz direkt am Meer eingerichtet.

11.10.2008
Heute steht die Besichtigung der Altstadt von Zadar auf dem Programm. Wir finden einen Parkplatz direkt an der Stadtmauer am Fährhafen. Die Stadtmauer, die um die ganze Altstadt führt ist stelllenweise so breit, dass darauf sogar Autos fahren. Nachdem wir den ganzen Tag in Zadar rumgeschlendert waren und müde Füsse hatten, wollten wir eigentlich zunächst bei Zotan ein Plätzchen suchen, haben uns aber dann umentschieden und sind direkt auf de Insel Pag gefahren. Die Insel ist von dieser Seite her ohne Fähre, über eine Brücke erreichbar. Uns erstaunte die karge Landschaft. Auf dieser Seite der Insel ist kaum ein grünes Pflänzchen zu finden. Wir fuhren vorbei am Städtchen Pag über den Hügel auf die andere Seite der Insel, wo wieder alles grün war. Auf dem Camping Simuni, welcher traumhaft liegt haben wir uns für die nächsten Tage niedergelassen. Der Camp ist ganzjährig geöffnet, verfügt über ein eigenes Restaurant, eine schöne Badebucht und eine Bäckerei, die auch in der Nebensaison noch geöffnet ist.

Brücke zur Insel Pag

Camping Simuni, Pag

Camping Simuni, Pag

14.10.2008
Da wir auf dem Rückweg noch einen Besuch in der Steiermark machen wollen, geht's heute los Richtung Norden. Nach ein paar Einkäufen in Pag sind wir Auf dem schnellsten Weg Richtung Autobahn durchs Gebirge ins Hinterland, hinauf an Zagreb vorbei, durch Maribor (Slowenien) und Spielfeld (Österreich) nach Ehrenhausen zu Luis.
Gebirge
Während den paar Tagen in der Steiermark haben wir den Schlossberg in Graz besucht und einen neuen Stellplatz in Gamlitz (Süd-Steiermark) erkundet.
SP Gamlitz: Parkplatz beim Schwimmteich von Ehrenhausen nach Gamlitz kommend links vor dem Dorfeingang. Sanitäre Anlagen (WC, Dusche) vorhanden. Ebenfalls ist ein Wasseranschluss und Stromanschlüsse vorhanden. Allerdings war nicht ersichtlich, ob Wasseranschluss und Strom ohne weiteres genutzt werden dürfen. Am Platz befindet sich auch ein grosser Spiellplatz. Koordinaten: N46.72022 E15.56616.

Graz mit Kunstmuseum