Frühling 2009 - Holland mit dem Wohnmobil


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31.03.2009 (761 km)
Am Nachmittag starten wir erst mal Richtung St. Gallen, zum Wohnmobilhändler unseres Vertauens. Das obere Schloss unserer linken Heckgaragentüre lässt sich auch in geschlossenem Zustand problemlos öffnen. Das wollen wir noch vor der Fahrt erledigt haben. Es musste ein Schliessblech ausgewechselt werden. Später sind wir dann durch das vom Verkehr völlig verstopfte Bregenz Richtung Deutschland aufgebrochen. Endlich auf der Detuschen Autobahn gings dann flüssig über Stuttgart bis nach Bruchsal, wo dann erstmal Rast und Z'Nacht angesagt war. Nach dem Essen sind wir dann aber noch weitergefahren und haben schliesslich auf dem Stellplatz in Gladbeck ein Plätzchen für die Nacht gefunden. Die Strasse und deren Geräusche waren zwar allgegenwärtig aber für eine Übernachtung auf der Durchreise ist der Platz OK. Zumal sich gleich neben dem Platz noch ein recht schöner Park mit grossem Spielplatz befindet. Die Koordinaten aus dem Bordatlas 2007 stimmen nicht. Korrekt ist: N51.55867, E6.98497.
Stellplatz in Gladbeck

01.04.2009 (269 km)
Am Morgen wird erst mal der Park ausführlich besichtigt. Hier hat es auch ein Vogelgehege mit schönen, exotischen Vögeln.
Der Wasseranschluss an der V/E war wohl aufgrund der Frostgefahr noch immer geschlossen. Nach der Parkbesichtigung sind wir dann weitergefahren Richtung Norden und dann nach Westen nach Holland. Mit dem Wohnmobil sind wir dann ins Städtchen Groningen (sprich Chroningen) hineingefahren um den Stellplatz aus meiner SP Liste im Navi zu suchen. Der existierte allerdings nicht. Nach dem abklappern einiger weiterer Koordinatenangaben rund um Groningen haben wir uns dann auf dem Camping einquartiert und gemütlich grilliert. Nachher sind wir noch mit den Fiets (Fahrrad) ins Städtchen.

Park in Gladbeck

 02.04.2009 (89 km)
Von Groningen sind wir Richtung Norden an die Nordsee gefahren. Eigentlich wollten wir uns das dortige Wattenmeer anschauen. Dazu gibt es einen schönen Aussichtspunkt in Holwerd am Fähranleger Richtung Ameland, der vorgelagerten Insel. Allerdings blies uns bei wolkenlosem Himmel ein so kalter Wind entgegen, dass wir mit Winterjacken noch zu kalt hatten.
Wir haben also den Rückzug angetreten und haben im Städchen Dokkum auf dem Camping direkt am Zentrum ein schönes sonniges, warmes Plätzchen gefunden. Von hier aus haben wir dann das Zentrum von Dokkum per Pedes erkundet. In einem Veloladen haben wir sogar eine Kinderrückenlehne für Tanja's Velo gefunden.
Unweit des Campings war der Circus Bello stationiert. Den Zoo konnten wir gratis besuchen. Die grossen Tiger waren unseren Hunden allerdings nicht ganz geheuer.

Groningen

Faehranleger in Holwerd

Dokkum

03.04.2009 (79 km)
Nach Z'Morge mit holländischen Zuckerwaffeln mit Honig gehts weiter Richtung Sneek. Unterwegs sehen wir einen Wegweiser zu einem Badesee, dem wir dann zu einem schönen Platz folgten. Hier könnte man auch wunderbar übernachten. Badesee Eeltjemeer, Koordinaten: N 53°16'57", E 5°56'6". Hier machen wir ausgiebig Rast. Es gibt hier auch einen schönen Spielplatz mit Spielplatzfähre. So etwas haben wir noch nie gesehen.
Weiter nach Sneek. Der hiesige Stellplatz besteht aus Parkfelder längs einer Gracht. Für Mobile über 2m Breite absolut nicht nutzbar. Dafür haben wir ca. 200m weiter einen Parkpatz auf der anderen Seite des Kanals gefunden, der auch Parkgebühren bis 24 Stunden schluckt, was eigentlich eine Übernachtung einschliessen würde. Von hier aus haben wir das malerische Städchen Sneek und die dortige Hochzeitsbrücke besichtigt.
Später sind wir dann noch das kurze Stück bis nach Woudsend gefahren, wo wir uns auf dem Camping-Hafen De Rakken einquartiert haben. Wir haben den Stellplatz vor dem Camping benutzt. Allerdings sind auch hier die Koordinaten aus dem Bordatlas 2007 komplett falsch (wahrscheinlich sollten wir uns mal einen neuen zulegen) Hier die Richtigen Koordinaten: N 52°56'46.4", E 5°37'32.2".
Im Ort Woudsend gibt einige schöne, alte Windmühlen anzuschauen. "Camping Hafen" heisst es hier, weil man hier mit dem Schiff campieren kann. Quasi ein Stellplatz für Schiffe.

Hochzeitsbrücke in Sneek

Spielplatzfaehre am Badesee Eeltjemeer

Windmühle in Woudsend

04.04.2009
Von Woudsend sind wir über den 30km langen Afsluitdijk gefahren, der das Ijsselmeer von der Nordsee trennt. Eigentlich wollten wir die riesigen Schleusen besichtigen. Da wir aber nicht wussten was ein Kazwinkelmuseum ist sind wir schliesslich in einem Bunkermusem aus dem zweiten Weltkrieg gelanden, und haben dafür erfahren, dass das was wir besichitgen wollten gar keine Schleusen im eigentlichen Sinne waren, sondern eine Befestigung aus dem zweiten Weltkrieg.

Alkmaar
Nun, das Wetter war sowieso kalt und nass, so sind wir weiter nach Alkmaar.
Hier war grosser Markt den wir natürlich besuchten.
Nach dem ausführlichen Stadtrundgang sind wir weiter nach Amsterdam gefahren und haben unser Wohnmobil auf dem Camping Vliegenbos abgestellt. Trotz des eigentlichen Hundeverbots wurden wir mit unseren Bären hier aufgenommen.
Wir haben uns natürlich sofort bei Mam gemeldet und haben uns dann am Pont (Boot übers Ijsselmeer) getroffen und sind zum Z'Nacht ins Restaurant "In De Waag" am Nieuwmarkt geradelt. Ein sehr empfehlenswertes Lokal.
Anschliessend sind wir noch auf den Dam, denn da war Chilbi mit einem grossen Riesenrad.

05.04.2009
Da unsere alte Hundedame Gomez nicht mehr weit laufen mag haben wir heute eines der legendären Bakfiets gemietet. Darin fanden dann Hund und Kind gut Platz. So Stand der Fahrt in den Westerpark nichts mehr im Wege. Hier war Markt.
Anschliessend haben wir den Abend gemütlich im Wohnmobil ausklingen lassen.

06.04.2009
Wieder ausgecheckt auf dem Camping und in den Westen der Stadt. Heute besuchen wir Oma/Uroma im Altersheim. Anschliessend gehts weiter nach Nordwijk. Mam kommt auch noch etwas mit mit dem Wohnmobil. In Nordwijk gibt es in der Nähe der Dünen einige Campings aber keine Stellplätze. Wir haben uns den Parc du Soleil (mit Hallenbad) ausgesucht.
Nach einer langen Irrfahrt mit dem Velo durch die Dünen haben wir dann zum Schluss das Meer doch noch gefunden.

Dünen

Nordsee

07.04.2009 (293 km, seit 04.04.2009)
Erst regnete es, danach blies ein kalter Wind. Also sind wir ausgiebig ins Hallenbad.
Am Nachmittag war das Wetter besser. So sind wir dann mit den Fahrrädern nach Nordwijk an Zee gefahren und haben dort nach einen gemütlichen Städtchenbummel, die wohl süssten Pfannkuchen der Welt gegessen. Die Poffertjes waren so dick mit Puderzucker bestreut, dass man gar nicht sicher war ob sich da noch etwas zwischen dem Zucker befand.
Sehr empfehlenswert ist in Nordwijk das Restaurant Duinrand (N52.269208, E4.466801), ein schön restauriertes stallähnliches Gebäude.


08.04.2009 (123 km)
Heute nur Regen und Wind. Von Nordwijk sind wir ins wenige Kilometer entfernte Lisse zum Keukenhof gefahren und haben die Gartenanlage des Park besichtigt. Das letzte Mal vor ein paar Jahren waren soviele Leute hier, dass wir gar nicht rein gingen.
Nach der Besichtigung der wunderschönen Blumen haben wir Mam auf dem Bahnhof Hillegom wieder abgesetzt von wo aus sie dann mit dem Zug zurück nach Amsterdam fuhr.
Wir sind dann weiter über Den Haag, Rotterdam nach Kinderdijk und haben dann auf dem ganz neuen offiziellen Stellplatz (mit V/E) in Alblasserdam übernachtet. Koordinaten: N 51°51'39.6", E 4°39'24.7".

09.04.2009 (115 km)
von Alblasserdam wieder zurück nach Kinderdijk. Hier gibt es einen Windmühlenpark mit 19 alten Windmühlen zu besichtigen, die früher dazu benutzt wurden um den Wasserstand im Land hinter dem Deich tief zuhalten. Leider war das Wetter wieder schlecht: Nieselregen.
Nach dem Rundgang sind wir dann weiter in den Süden gefahren um die Ferien auf dem Roompot Camping in Kamperland auf Noord Beveland ausklingen zu lassen. Hier war das Wetter dann schön warm.

Kinderdijk

Baden

11.4.2009 (613 km)
Wir machten uns wieder auf den Weg Richtung Zuhause. Über Antwerpen sind wir nach Deutschland gefahren und haben dann auf dem Stellplatz in Bühl bei Baden-Baden übernachtet. Auch hier stimmten die Koordinaten des Bordatlas 2007 nicht genau. Richtig ist: N 48°41'19.2", E 8°7'48.4".
Am nächten Morgen nahmen wir dann die restlichen 345 km bis nach Hause unter die Räder.

Fazit:
Stellplätze gibt es in Holland, zumindest dort wo wir waren immer noch praktisch gar nicht. Ist ja eigentlich auch kein Wunder bei der grossen Anzahl Campings. Die Campings sind auch sehr preiswert, wenn sie nicht gerade in einer grossen Stadt liegen.